Oper Graz

Eine Oper ist vermutlich nicht gerade die Art von Kunde bei der man gemeinhin technologisch fortschrittliche Konzepte erwarten würde. Umso mehr hat es mich gefreut als mich Perndl+Co mit der Idee eines generativen Key Visuals für die Saison 2017 / 18 der Oper Graz kontaktiert hat.

Anders als manch einer vielleicht erwartet hätte hat sich bald gezeigt dass ein generativer Ansatz ausgezeichnet passt.

Die Grundidee ist es eine einheitliche Bildsprache zu entwickeln die sich dann dennoch individuell an das Programm der Oper Graz anpasst. Zu diesem Zweck habe ich eine generative Software entwickelt die verschiedene Aspekte der Musik unterschiedlicher Produktionen analysiert.

Schrittweise Erklärung der Elemente: 1. Eine 2D Fläche mit unregelmäßiger Aussenkante 2. Einteilung der Fläche in Dreiecke 3. Verschiebung der Eckpunkte der Dreiecke in 3D. 4. Bild von Flammen auf dieser Oberfläche

Basierend auf dieser Analyse werden dann aus einigen Bildern individuelle Collagen generiert. Man erkennt auf den ersten Blick ihre Gemeinsamkeiten, aber wenn man sie vergleicht kann man auch den einzigartigen Charakter der einzelnen Musikstücke in ihnen erkennen.

3 Cover mit dem fertigen Key Visual als Hintergrund

Die Software kann sowohl Videos als auch hochauflösende Standbilder für den Druck generieren. Sie findet Anwendung von Hintergrundbildern in Plakaten und Magazinen über Social Media Kampagnen bis zu Infoscreens im Opernhaus selbst.

Beleuchtetes Plakat mit dem fertigen Key Visual als Hintergrund