Warum ich keine Webshops mache

Immer wieder bekomme ich Anfragen für Webshops, meistens aufgrund der Tatsache dass eine der populärsten E-Commerce Lösungen „Woocommerce“ auf WordPress basiert und „ich ja WordPress mache“. Zur großen Überraschung der Anfragenden lehne ich derartige Projekte stets dankend ab. Das hat vielfältige Gründe die sich aber auf einen zentralen Punkt zusammenfassen lassen:

Ich nehme nur Aufträge an die ich optimal umsetzen kann.

Um für zukünftige Anfragen eine übersichtliche Erklärung für diese Entscheidung zu haben habe ich hier die wichtigsten Gründe dafür kurz zusammengefasst:

Rechtliche Komplexität

Rechtlich solide Webshops zu betreiben ist alles andere als einfach. Schon in Österreich ist das alles andere als banal, sobald man aber auch noch den europäischen oder sogar globalen Markt bedienen möchte wird es schnell ziemlich komplex. Man wird dann ständig mit Dingen wie Rücktrittsrecht, Steuerrecht, MOSS usw. konfrontiert.

Gerade für kleine Unternehmen (welche meine Zielgruppe sind) stehen hier oft der Aufwand alle diese Anforderungen selbst zu erfüllen in keinem vernünftigen Verhältnis zum Gewinn.

Sicherheit

In Zeiten von Amazon ist man es gewohnt mit wenigen Klicks bequem und sicher einkaufen zu können. Gleichzeitig ist es alles andere als einfach einen benutzerfreundlichen Webshop so umzusetzen dass er sicher ist und auch bleibt. Denn nichts trübt die Freude (und den Profit) beim Betrieb eines Webshops mehr als wenn einem z.B. die Zahlungsdaten seiner Kunden abhanden kommen.

Zuverlässigkeit und Support

Zuverlässigkeit ist ein wichtiger Aspekt meiner Arbeit. Laufende Kontrolle und Wartung verstehen sich daher von selbst. Wenn die eigene Firmenwebseite defekt oder offline ist ist das unangenehm und kann sich negativ auf das Image der Firma auswirken. Doch wenn ein Webshop Probleme hat, hat das unmittelbare finanzielle Konsequenzen und erfordert unmittelbares Einschreiten. Als Einzelunternehmer der auch einmal auf Urlaub fährt oder krank werden kann ist es in meinen Augen einfach nicht möglich das auf dem notwendigen Niveau anzubieten. Und daher biete ich es nicht an.

Hohe Erwartungshaltung und realistische Finanzierbarkeit

In einer Online-Welt in der sich die Erwartungshaltung mittlerweile an dem gewohnten Komfort von Amazon und Co. misst werden potentielle Kunden kaum einsehen warum sie auf diese gewohnten Standards verzichten sollen. In dieser Liga auf Augenhöhe mit zu spielen erfordert aber jede Menge Geld, noch mehr als man sich anfangs oft erwartet. Dem sollte man sich bewusst sein und berücksichtigen ob sich das rechnet. Denn bei einem Webshop geht es letztlich ja nicht darum „auch dabei zu sein“ sondern darum Geld zu verdienen.

Was dann?

Sofern all diese Aspekte dich nicht abschrecken solltest du dir einen zuverlässlichen Partner (Stichwort Support) suchen und deine Optionen ausloten. Es gibt mittlerweile auch viele Möglichkeiten Teile dieser Herausforderung an spezialisierte Dienstleister auszulagern: Von fertigen Webshop-as-a-Service Anbietern bis zu Firmen die sich auf die Umsetzung von Webshops inklusive rechtlicher, logistischer und technischer Beratung spezialisiert haben.

In jedem Fall wünsche ich dir bei deinem Webshop-Projekt viel Erfolg und hoffe dass wir uns bei anderer Gelegenheit und einem passendem Projekt wieder begegnen.

Wenn du dich jetzt fragst was ich mache wirf doch einen Blick auf erfolgreiche Projekte für meine Kunden oder meine Leistungen.